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Coaching – so geht es los ...
Die Auftragsklärung im Coaching
... oder warum es so wichtig ist, nicht weiter seinem Ziel hinterherzulaufen
In der Regel kommt ein Klient mit einem bestimmten Ziel in ein Coaching. Vielleicht möchte er mehr Motivation für den Job oder weniger Ärger im Team. Vielleicht möchte er auch etwas für sein Selbstmanagement oder seine Führungskompetenz tun. Oder er möchte endlich den lang ersehnten Berufswechsel vollziehen, er weiß nur nicht so genau, wohin.
Und ein Klient kommt erfahrungsgemäß erst dann in ein Coaching, wenn seine aktuellen Strategien nicht wirklich etwas an seinem Problem geändert haben. Vielleicht hat er sich gut zugeredet, Zeitpläne erarbeitet und Prioritäten gesetzt. Er hat den Umgang mit Kollegen und Mitarbeitern analysiert oder Führungskräfte- und Konflikttrainings besucht. Oder er hat auf dem Weg zur beruflichen Erfüllung Potentialanalysetests gemacht, eine ihn befriedigende Antwort aber nicht gefunden.
Kurz gesagt: Er hat den Aufwand vergrößert und das Problem ist nahezu das gleiche geblieben. Bei der Auftragsklärung – der Beginn eines jeden Coachings – ist es jetzt wichtig, den Blick auf das Problem zu ändern.
Im Coaching gilt der Grundsatz: "Probleme sind keine Probleme, Ziele keine Ziele"
Lassen Sie mich diesen merkwürdigen Satz anhand eines Bildes erklären: Es macht keinen Sinn, den Energieaufwand zu erhöhen, sprichwörtlich Gas-zu-geben, wenn man mit dem anderen Fuß auf der Bremse steht. Dieser Zustand kostet viel Kraft, die eingesetzten Kräfte heben sich auf und es kommt zur Stagnation.
Was uns dagegen hilft, ist paradoxerweise der Blick auf den Fuß, der auf der Bremse steht. Weshalb bremst dieser Fuß, wo wir doch weiter wollen? Was ist das für eine Kraft, was für ein Widerstand im eigenen Leben?
"Es sind unsere inneren Widerstände, die uns das Gefühl geben, mit angezogener Handbremse durch das Leben zu gehen"
Was Sie über diesen Widerstand wissen müssen: Jedes Verhalten, das ein Mensch an den Tag legt – gerade auch, wenn es so unerwünscht ist, dass es für ihn zum Problem wird – bietet ihm einen Nutzen. Selbst dann, wenn dieser Nutzen auf den ersten Blick unlogisch erscheint und völlig unbewusst ist. Aber was kann das für ein Nutzen sein? Nun, ein an sich unerwünschtes Verhalten hilft oft ein subjektiv unangenehmeres Thema zu umschiffen. Das können schlechte Erfahrungen sein, die man einmal gemacht hat und nun partout nicht mehr wiederholen möchte oder die Konfrontation mit einer Seite, die nicht so gut ins eigene Selbstbild passt.
In dieser Situation ein bestimmtes erwünschtes Verhalten zu trainieren und weiterhin seinem Ziel hinterherzulaufen, erinnert an den Versuch, ein Leck gelaufenes Boot mit einem Eimer vom Wasser zu befreien … statt die Ursache für das Leck zu suchen.
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